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Padelplatz bauen · 6. April 2026 · 11 Min. Lesezeit

Muss der Tennisplatz für den Umbau zu Padel vollständig abgerissen werden?

Tennisplatz zu Padel umbauen? Der Unterbau ist oft wiederverwendbar. Entdecken Sie Kosten, Fundament, Lärmschutzanforderungen und Garantien – alles im Überblick.

Muss der Tennisplatz für den Umbau zu Padel vollständig abgerissen werden?
In diesem Artikel
  1. Welche Teile eines Tennisplatzes können beim Umbau zu Padel weiterverwendet werden?
  2. Wovon hängt es ab, ob das vorhandene Fundament für einen Padelplatz geeignet ist?
  3. Wie läuft der Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz Schritt für Schritt ab?
  4. Was kostet der Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz?
  5. Was ist beim Umbau der Unterschied zwischen einem Indoor- und einem Outdoor-Padelplatz?
  6. Wie werden Lärmschutzanforderungen beim Umbau zu Padel berücksichtigt?
  7. Welche Garantien gelten für einen nach dem Umbau neu errichteten Padelplatz?
  8. Muss der Tennisplatz für den Umbau zu Padel vollständig abgerissen werden?
  9. Häufig gestellte Fragen

Nein, ein Tennisplatz muss für den Umbau zu einem Padelplatz nicht vollständig abgerissen werden. In vielen Fällen kann ein Teil des vorhandenen Unterbaus weiterverwendet werden, was Zeit und Kosten spart. Ob das möglich ist, hängt vom Zustand und der Art des bereits vorhandenen Fundaments ab. Eine gründliche Inspektion des Standorts ist immer der erste Schritt.

Dieser Artikel beantwortet die häufigsten Fragen zum Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz. Von Fundament und Kosten bis zu Lärmschutzanforderungen und Garantien: Hier lesen Sie, was Sie erwarten können und worauf Sie achten müssen.

Welche Teile eines Tennisplatzes können beim Umbau zu Padel weiterverwendet werden?

Beim Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz sind Fundament und Unterbau die Teile, die möglicherweise weiterverwendet werden können. Der Oberbau, die Spielfläche, die Netze und die Umzäunung werden fast immer ersetzt. Ob der vorhandene Unterbau geeignet ist, hängt von Zustand, Dicke und Art des Fundamentmaterials ab.

Ein Tennisplatz hat in der Regel einen stabilen Unterbau aus Schotter, Asphalt oder Beton. Für einen Padelplatz gelten besondere Anforderungen an die Ebenheit und die Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds. Ist die vorhandene Schicht eben genug, hat sie ausreichende Tragfähigkeit und zeigt keine Setzungen, kann sie als Basis für den neuen Sportboden dienen.

Was beim Umbau fast immer ersetzt wird:

  • Die Spielfläche (Kunstrasen mit Sandbett ersetzt die bestehende Tennisoberfläche)
  • Die Umzäunung (die Käfigkonstruktion eines Padelplatzes ist ein ganz anderes System als eine Tennisumzäunung)
  • Die Beleuchtung (LED-Beleuchtung in Padel-gerechter Ausführung und Position)
  • Die Netze und andere tennisspezifische Einrichtungen

Was mitunter weiterverwendet werden kann:

  • Die vorhandene Beton- oder Asphalttragschicht, sofern sie in gutem Zustand ist
  • Bereits vorhandene Entwässerungsinfrastruktur
  • Umliegende Befestigungen oder Zuwege

Wovon hängt es ab, ob das vorhandene Fundament für einen Padelplatz geeignet ist?

Die Eignung eines vorhandenen Tennisplatzfundaments für einen Padelplatz hängt von vier Faktoren ab: der Ebenheit der Oberfläche, der Tragfähigkeit, der Wasserdurchlässigkeit und dem Zustand des Materials. Eine fachkundige Inspektion mit Sondierung erfasst dies, bevor über Weiterverwendung oder Ersatz entschieden wird.

Ein Padelplatz stellt andere Anforderungen an den Untergrund als ein Tennisplatz. Die Käfigkonstruktion und die Glaswände bringen Punktlasten an bestimmten Stellen mit sich. Ist das vorhandene Fundament darauf nicht ausgelegt, können Setzungen oder Schiefstand auftreten. Das ist nicht nur ein Qualitätsproblem, sondern auch ein Sicherheitsrisiko.

Ebenheit und Ballabsprung

Für einen Padelplatz ist ein extrem ebener Untergrund nötig. Ein gleichmäßiger Ballabsprung ist eine technische Anforderung, die von der KNLTB für die zertifizierte Nutzung gestellt wird. Weist der vorhandene Tennisplatz Unebenheiten auf, muss der Untergrund gefräst, aufgefüllt oder ersetzt werden, bevor der neue Sportboden angelegt wird.

Wasserdurchlässigkeit bei Outdoor-Plätzen

Bei Außenplätzen ist die Wasserdurchlässigkeit ein wichtiges Kriterium. Ein Asphaltfundament, das nicht wasserdurchlässig ist, kann bei Regen Pfützenbildung verursachen, wodurch der Platz unbespielbar wird. In diesem Fall wird die vorhandene Schicht durch Drainbeton (wasserdurchlässigen Beton, der Regenwasser direkt durch das Fundament abführt) oder Supersub (eine Fundamentlösung auf Basis von Schaumbeton mit vergleichbaren Eigenschaften) ersetzt. Bei Outdoor-Renovierungen wird Supersub häufig in einer Dicke von etwa 10 cm auf den vorhandenen Unterbau aufgebracht, sofern dieser ausreichende Tragfähigkeit hat.

Wie läuft der Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz Schritt für Schritt ab?

Der Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz folgt einer festen Reihenfolge: Inspektion des Standorts, gegebenenfalls Fundamentanpassung, Aufbau der Käfigkonstruktion, Einbau des Glases, Verlegen des Kunstrasens und Installation der LED-Beleuchtung. Die gesamte Laufzeit eines Projekts beträgt im Durchschnitt 10 bis 12 Wochen, einschließlich Produktion und Lieferung.

Hier die Schritte im Überblick:

  1. Standortinspektion und statische Berechnung: Jeder Standort ist anders. Windlast, Bodenbeschaffenheit und der Zustand des vorhandenen Fundaments bestimmen die Fundamentempfehlung und die statischen Ausgangspunkte für die Käfigkonstruktion.
  2. Abbrucharbeiten: Die vorhandene Spielfläche, die Umzäunung und die Beleuchtung werden entfernt. Der Unterbau wird auf Weiterverwendung beurteilt.
  3. Fundamentarbeiten: Je nach Situation wird der vorhandene Unterbau aufgefüllt, gefräst oder komplett ersetzt. Bei Außenplätzen fällt die Wahl auf Drainbeton, Supersub oder ZOAB-Asphalt (eine poröse Asphaltvariante, die Wasser durchlässt).
  4. Aufbau der Käfigkonstruktion: Die Stahlkonstruktion wird errichtet. Das dauert in der Regel 2 Tage.
  5. Einbau des Glases: Die Glaswände werden rund um den Platz angebracht.
  6. Verlegen des Kunstrasens: Der padelspezifische Kunstrasen wird verlegt, einschließlich Sandbett und Linien. Das nimmt 1 bis 2 Tage in Anspruch.
  7. Installation der LED-Beleuchtung: Die Beleuchtung wird in der richtigen Höhe und Position montiert.
  8. Übergabe und Abnahme: Nach der Übergabe kann der Platz von Kiwa ISA Sport abgenommen werden, was für die offizielle Wettkampfnutzung verpflichtend ist.

Was kostet der Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz?

Die Kosten für den Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz hängen stark vom Zustand des vorhandenen Fundaments, der Art des Platzes (indoor oder outdoor) und den Standortbedingungen ab. Als Richtwert gilt, dass ein kompletter Outdoor-Padelplatz inklusive Fundament ab etwa 50.000 € pro Platz kostet. Kann der vorhandene Unterbau weiterverwendet werden, sinken die Kosten erheblich.

Das Fundament ist bei Outdoor-Umbauten der größte Kostenfaktor. Die Fundamentkosten liegen im Durchschnitt zwischen 20.000 € und 40.000 €, abhängig von Bodenbeschaffenheit, Erreichbarkeit und dem Umfang der erforderlichen Tiefbauarbeiten. Ist der vorhandene Tennisplatz-Unterbau in gutem Zustand, kann dieser Betrag deutlich sinken.

Kostenposten bei einem Umbau

  • Abbrucharbeiten (Oberfläche, Umzäunung, Beleuchtung)
  • Fundamentanpassung oder -ersatz
  • Käfigkonstruktion (Stahlkonstruktion und Glas)
  • Kunstrasen mit Sandbett und Linierung
  • LED-Beleuchtung
  • Gegebenenfalls schallabsorbierende Paneele
  • Genehmigungskosten und Gutachten

Bei einem Indoor-Umbau liegen die Kosten in der Regel niedriger, weil die Fundamentproblematik weniger komplex ist und Witterungseinflüsse keine Rolle spielen. Ein Indoor-Padelplatz ist als Richtwert ab etwa 23.000 € pro Platz möglich, inklusive Käfigkonstruktion, LED-Beleuchtung, Kunstrasen und Installation. Aber auch hier gilt: Der genaue Preis hängt immer von der konkreten Situation ab.

Was ist beim Umbau der Unterschied zwischen einem Indoor- und einem Outdoor-Padelplatz?

Der größte Unterschied zwischen einem Indoor- und einem Outdoor-Umbau liegt in den statischen Anforderungen und der Komplexität des Fundaments. Ein Außenplatz braucht wegen Windlast und Witterungseinflüssen eine schwerere Käfigkonstruktion, und das Fundament muss wasserdurchlässig sein. Ein Hallenplatz ist statisch einfacher, günstiger und schneller zu realisieren.

Bei einem Outdoor-Umbau spielt die Windlast eine große Rolle. Die Käfigkonstruktion muss auf die spezifische Windzone des Standorts berechnet werden. Steht der Platz auf offenem Gelände oder nahe der Küste? Dann sind die Anforderungen höher als bei einem geschützten innerstädtischen Standort. Der Stahl wird standardmäßig feuerverzinkt, zum Schutz vor Witterungseinflüssen.

Bei einem Indoor-Umbau sind die Bedingungen stabiler. Die lichte Höhe der Halle ist dabei ein Aufmerksamkeitspunkt: Die empfohlene Mindesthöhe für eine Padelhalle beträgt 6 Meter. Steht diese Höhe nicht zur Verfügung, muss das in der Planung berücksichtigt werden. Ein Hallenplatz braucht außerdem kein wasserdurchlässiges Fundament, was die Fundamentwahl einfacher macht.

Die wichtigsten Unterschiede zusammengefasst:

  • Konstruktion: Outdoor erfordert wegen der Windlast eine schwerere Stahlkonstruktion
  • Fundament: Outdoor erfordert ein wasserdurchlässiges Fundament, indoor nicht
  • Kosten: Outdoor ist durch Fundament und statische Anforderungen strukturell teurer
  • Genehmigungen: Outdoor erfordert fast immer eine Baugenehmigung, indoor ist situationsabhängig
  • Laufzeit: Vergleichbar, aber Outdoor kann wegen der Genehmigungsverfahren länger dauern

Wie werden Lärmschutzanforderungen beim Umbau zu Padel berücksichtigt?

Beim Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz müssen Lärmschutzanforderungen bereits in der Planungsphase berücksichtigt werden. Padel verursacht mehr Lärm als Tennis, vor allem durch den Kontakt des Balls mit Glas und Stahl. Bei Standorten in der Nähe von Wohnhäusern ist ein Schallgutachten fast immer verpflichtend, als Teil des Genehmigungsantrags.

Der durchschnittliche Schallleistungspegel eines Padelplatzes liegt bei etwa 91 dB, was rund 10 dB mehr ist als beim Tennis. Dieser Unterschied ist hörbar und messbar, und Gemeinden stellen zunehmend strengere Anforderungen an die Lärmbelastung der Umgebung. Es ist daher ratsam, Schallschutzmaßnahmen bereits beim Umbau einzuplanen und nicht erst nachträglich.

Schallabsorbierende Paneele

Die am häufigsten eingesetzte Lösung ist das Anbringen schallabsorbierender Paneele an der Außenseite des Gitters der Käfigkonstruktion. Diese Paneele absorbieren den Schall, statt ihn zurückzuwerfen. Sie wurden unabhängig in einem akustischen Labor getestet und erreichen die Schallabsorptionsklasse A, mit einem Absorptionswert von 0,80 und einem Schalldämmindex von 19 dB. In der Praxis ergibt das eine deutlich hörbare Schallminderung in Entfernungen von 40 bis 100 Metern.

Wichtiger technischer Punkt: Paneele verringern die Winddurchlässigkeit der Käfigkonstruktion. Das bedeutet, dass die Konstruktion statisch verstärkt werden muss. Das ist keine optionale Anpassung, sondern eine technische Notwendigkeit für Sicherheit und Lebensdauer. Die Verstärkung besteht aus stärkeren Pfosten, zusätzlichen Stützen oder angepassten Verbindungen.

Lärmschutzwände

Reichen Paneele allein an einem Standort nicht aus, kann eine Lärmschutzwand errichtet werden. Das ist eine freistehende Konstruktion neben oder rund um den Platz, bis zu 6 bis 8 Meter hoch. Eine Lärmschutzwand erfordert eine gesonderte statische Berechnung und fast immer eine Baugenehmigung. In manchen Situationen ist eine Kombination aus Paneelen und Lärmschutzwand am wirksamsten.

Welche Garantien gelten für einen nach dem Umbau neu errichteten Padelplatz?

Nach dem Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz gelten Garantien je Bauteil. Die Stahlkonstruktion hat eine Garantiefrist von 15 Jahren. Für Kunstrasen, LED-Beleuchtung und Glas gelten eigene Garantiebedingungen, die je nach Produkt und Lieferant unterschiedlich sein können. Die Garantie von 15 Jahren gilt gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen speziell für die Käfigkonstruktion.

Eine Garantiefrist von 15 Jahren auf die Stahlkonstruktion ist am Markt außergewöhnlich lang. Sie zeigt Vertrauen in die eigene Produktionsqualität und gibt Auftraggebern Sicherheit bei einer Investition, die Jahrzehnte halten soll. Kommunizieren Sie dies immer präzise: Die Garantie gilt für die Konstruktion, nicht für die Beschichtung, den Kunstrasen oder die Beleuchtung.

Abnahme nach der Übergabe

Für die offizielle Wettkampfnutzung ist eine Abnahme durch Kiwa ISA Sport verpflichtend. Kiwa ISA Sport ist die anerkannte Instanz, die Padelplätze in den Niederlanden nach sporttechnischen und materialspezifischen Vorschriften beurteilt. Alle Fundamentkomponenten müssen geprüft und zertifiziert sein. Die Arbeit mit zertifizierten Materialien ist nicht nur eine Qualitätsanforderung, sondern schützt Auftraggeber auch vor unbeabsichtigter Nichtkonformität. Ein Platz, der die Anforderungen von Kiwa ISA Sport nicht erfüllt, darf nicht für offizielle KNLTB-Wettkämpfe genutzt werden.

Denken Sie beim Umbau auch an die Übergangsregelung von NOC*NSF und KNLTB: Für Renovierungen und Neubauten ab 2025 gelten neue Messmethoden und Berichtsanforderungen für den Kunstrasen-Sportboden. Es ist ratsam, dies bereits in der Planungsphase zu berücksichtigen, damit Ihr Platz sofort den aktuellen Normen entspricht und die Zertifizierung keine Verzögerung erfährt.

Muss der Tennisplatz für den Umbau zu Padel vollständig abgerissen werden?

Nein, ein Tennisplatz muss nicht vollständig abgerissen werden. Ob der vorhandene Unterbau weiterverwendet werden kann, hängt von der Standortinspektion ab. In vielen Fällen spart die Weiterverwendung des Unterbaus erheblich bei den Gesamtprojektkosten. Eine gute Vorbereitung und eine fachkundige Beurteilung der Situation sind für das Ergebnis ausschlaggebend.

Die Entscheidung für ein Komplettpaket, bei dem eine einzige Partei für den gesamten Ablauf von der Inspektion bis zur Übergabe verantwortlich ist, macht den Prozess übersichtlich und verhindert Diskussionen über Zuständigkeiten, wenn etwas nicht stimmt. Wir begleiten den gesamten Ablauf: von der ersten Standortbeurteilung bis zur Abnahme nach der Übergabe.

Möchten Sie wissen, was der Umbau Ihres Tennisplatzes zu einem Padelplatz kostet und was möglicherweise weiterverwendet werden kann? Sehen Sie sich unseren Ansatz für den Bau von Padelplätzen an oder nehmen Sie Kontakt für eine erste Sondierung auf. Wir denken gerne unverbindlich mit Ihnen mit.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange dauert das Genehmigungsverfahren für den Umbau eines Tennisplatzes zu einem Padelplatz?

Das Genehmigungsverfahren für einen Outdoor-Padelplatz dauert im Durchschnitt 8 bis 26 Wochen, abhängig von der Gemeinde und der Komplexität des Antrags. Für Plätze in der Nähe von Wohnhäusern ist oft auch ein Schallgutachten erforderlich, was zusätzliche Zeit kostet. Planen Sie das Genehmigungsverfahren daher so früh wie möglich ein, am besten parallel zur Entwurfsphase, damit es die endgültige Bauzeit nicht verzögert.

Kann ich den Tennisplatz während des Umbaus weiter nutzen?

In den meisten Fällen ist der Platz während des Umbaus nicht bespielbar, da Abbruch- und Fundamentarbeiten die gesamte Spielfläche betreffen. Die eigentliche Bauzeit beträgt im Durchschnitt 2 bis 4 Wochen, die gesamte Projektlaufzeit einschließlich Vorbereitung und Genehmigungen beträgt jedoch 10 bis 12 Wochen. Es ist ratsam, bei der Planung eine saisonal geeignete Terminierung zu berücksichtigen, damit die Beeinträchtigung für die Spieler minimal ist.

Was sind die häufigsten Fehler beim Umbau eines Tennisplatzes zu Padel?

Der häufigste Fehler ist, die Standortinspektion auszulassen oder unzureichend durchzuführen, sodass Probleme mit dem Fundament erst während des Baus ans Licht kommen. Ein zweiter häufiger Fehler ist, Schallschutzmaßnahmen nicht rechtzeitig in die Planung einzubeziehen, was sich nachträglich viel teurer und technisch aufwendiger beheben lässt. Schließlich unterschätzen Auftraggeber regelmäßig die statischen Konsequenzen schallabsorbierender Paneele, die eine Verstärkung der Käfigkonstruktion erfordern.

Ist eine Kiwa ISA Sport-Abnahme auch verpflichtend, wenn der Padelplatz nur freizeitmäßig genutzt wird?

Eine Kiwa ISA Sport-Abnahme ist formell verpflichtend für die offizielle Wettkampfnutzung unter der KNLTB. Für rein freizeitmäßige Nutzung ohne offizielle Ligen ist die Abnahme nicht gesetzlich vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Ein zertifizierter Platz gibt den Nutzern Sicherheit über die sporttechnische Qualität und Sicherheit und macht es zudem möglich, den Platz in Zukunft ohne zusätzliche Anpassungen doch noch für Wettkämpfe zu öffnen.

Wie viele Padelplätze passen auf die Fläche eines Tennisplatzes?

Auf die Fläche eines Standard-Tennisplatzes (etwa 36 x 18 Meter, einschließlich Freiraum) passen in der Regel zwei Padelplätze nebeneinander. Ein Padelplatz hat ein Spielfeld von 20 x 10 Metern, doch inklusive Käfigkonstruktion und erforderlichem Bewegungsraum beträgt die gesamte Grundfläche etwa 22 x 11 Meter. Das macht den Umbau einer Tennisanlage zu einer Padelanlage auch unter dem Gesichtspunkt der Flächennutzung attraktiv.

Was geschieht mit dem Abbruchmaterial des alten Tennisplatzes?

Das anfallende Abbruchmaterial, etwa die alte Spielfläche, die Umzäunung und die Beleuchtung, wird vom Bauunternehmen abtransportiert und so weit wie möglich recycelt. Asphalt und Beton können andernorts als Fundamentmaterial wiederverwendet werden, während Stahl und Aluminium der alten Umzäunung über das Metallrecycling verwertet werden. Erkundigen Sie sich beim Bauunternehmen nach den konkreten Abfuhr- und Recyclingverfahren, damit Sie als Auftraggeber auch eventuelle Nachhaltigkeitsberichte erfüllen können.

Kann ich Fördermittel oder eine Finanzierung für den Umbau zu Padel beantragen?

Ja, für Sportvereine, die einen Tennisplatz zu Padel umbauen, stehen mehrere Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Nationaal Sportakkoord und die BOSA-Regelung (Stimulering Bouw en Onderhoud Sportaccommodaties) bieten Fördermittel für Sportanlagen, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Darüber hinaus bieten manche Gemeinden lokale Fördermittel oder Darlehen über den Waarborgfonds Sport an. Wenden Sie sich an die KNLTB oder einen unabhängigen Fördermittelberater, um zu klären, welche Regelungen auf Ihre Situation zutreffen.

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